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Brautmoden

Branchenbuch

Welche Unterlagen benötige ich?

In Deutschland hat eine Ehe nur dann rechtskräftige Gültigkeit, wenn man sich vor dem Standesamt das Ja-Wort gegeben hat. Ob man danach noch kirchlich heiraten möchte, kann man selbst entscheiden. Damit auch alles seine Richtigkeit hat, muss die Trauung beim Standesamt des Wohnsitzes angemeldet werden. Außerdem müssen diverse Unterlagen mitgebracht werden.


Die Vorlage des  Personalausweises oder eines gültigen Reisepasses sind unbedingte Pflicht, wenn man standesamtlich heiratet. Darüber hinaus wird noch eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der Eltern benötigt. Diese Abschrift sollte nicht älter als sechs Monate sein und kann beim Standesamt des eigenen Wohnorts besorgt werden. Sofern die Eltern vor dem 1. Januar 1958 in Westdeutschland oder in Ostdeutschland vor dem 3.10.1990 geheiratet haben, wird zudem eine Abstammungsurkunde vom Geburtsstandesamt benötigt.

Weitere Unterlagen für das Standesamt werden nur dann benötigt, wenn spezielle Fälle vorliegen. Wer zum Beispiel nicht immer die deutsche Staatsangehörigkeit hatte, muss eine Einbürgerungsurkunde mitbringen, bei einem gemeinsamen Kind müssen die Abstammungsurkunden vorgelegt werden, bei Promotionen oder Diplomen muss ebenso ein entsprechender Nachweis beim Standesamt erbracht werden. War einer der beiden Verlobten schon verheiratet, braucht das Standesamt eine neu ausgestellte Abstammungsurkunde, sowie eine neu ausgestellte und beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der letzten Ehe, auf welcher ein Auflösungsvermerk angegeben werden muss.

Heiratet man jemandem, der keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, müssen weitere Unterlagen vorgelegt werden. Erforderlich sind ein Ehefähigkeitszeugnis, das man beim Wohnsitzamt im Ausland anfordern kann, sowie eine Ledigkeitsbescheinigung, die man beim letzten Meldeamt im Ausland erhalten kann. Welche weiteren Unterlagen erforderlich sind, muss mit dem jeweiligen Standesamt geklärt werden.

So läuft die Trauung ab

Am Tag der standesamtlichen Trauung finden sich Brautpaar und Gäste am besten dreißig Minuten vor Beginn der Feier. So bleibt noch die Möglichkeit, vorab einige Fotos zu machen. Ist es dann soweit, wird man vom Standesbeamten begrüßt und nach einer Überprüfung aller Personalien beginnt die kurze Ansprache des Beamten. Anschließend wird dem Brautpaar die Frage gestellt, ob sie dazu bereit sind, die Ehe miteinander einzugehen. Nachdem beide das Ja-Wort gegeben haben, werden die beiden zu Mann und Frau erklärt. Damit auch alles seine Rechtsgültigkeit erhält, wird nun das Protokoll der Trauung verlesen, dann unterschreiben Brautpaar  und Trauzeugen die Heiratsurkunde. Nun wird die Eheschließung noch in das Familienbuch eingetragen und die Ehe erhält ihre Rechtsgültigkeit.

Da die Trauung auf dem Standesamt in der Regel weniger festlich ist, sollte man sich überlegen, ob man danach mit den Gästen eine private Feier veranstalten möchte. Falls man bereits auf dem Standesamt einen eher festlichen Rahmen haben möchte, kann man dies vorab mit dem Standesbeamten besprechen. Heutzutage ist es sogar möglich, sich ganz besondere Orte für die Trauung auszusuchen. Die standesamtliche Trauung auf dem Schiff ist dabei ebenso möglich wie die Vermählung auf einem Schloss.

Heiraten in Weiß?

Wenn auf dem Standesamt geheiratet wird, ist die Kleidung der zu Vermählenden meistens weniger festlich. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, in einem ebenso pompösen Brautkleid zu erscheinen, wie dies bei der kirchlichen Trauung der Fall ist. Sollte das Brautpaar beabsichtigen, auch noch kirchlich zu heiraten, sollte man die Kleidung auf dem Standesamt eher schlicht halten.

 

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