Schon bald wird auf zahlreiche Standesbeamte in Deutschland Neues zukommen, denn die neue Reform des deutschen Personenstandsrechts tritt in Kraft. Was den Inhalt dieser Reform betrifft, so beschäftigte man sich hauptsächlich mit dem "digitalen Standesamt der Zukunft". Fortan wird es für Verliebte um einiges leichter, wenn sie sich vor dem Standesamt im Ausland im Brautkleid das Ja-Wort geben möchten. Und auch die Heirat zwischen Gleichgeschlechtlichen wird in der neuen Reform behandelt.
Im Personenstandsgesetz findet man Anleitungen, welche Standesbeamte bei der Trauung befolgen müssen. Viele waren schon seit langem der Meinung, dass wir heute in einem so fortschrittlichen Zeitalter leben, dass auch dieses Gesetz reformiert werden muss. Fortan wird es ein digitales Beurkundungsmedium geben. Bis Ende 2013 sind alle Standesämter dazu aufgerufen, Eheschließungen nicht mehr länger in Papierform festzuhalten, sondern zu digitalisieren. Für Bräutigam und die Braut im Brautkleid wird sich zwar nicht viel ändern, wohl aber für die Standesbeamten.
Ein positiver Nebeneffekt des Ganzen ist, dass sich die Kosten in der Verwaltung minimieren werden. In einem Zeitraum von zehn Jahren soll es Einsparungen von etwa 21 Millionen Euro geben, so zumindest die Schätzungen einer Studie. Für das Standesamt bedeutet die neue Reform, dass sie Zugriff auf ein gemeinsames Register haben und Informationen und Beurkundungen relativ schnell und unkompliziert abgerufen werden können.