Viele Frauen, die beim Brautkleid die Qual der Wahl haben, stellen sich mit Sicherheit die Frage, welche Geschichte das Brautkleid im Laufe der Jahre hinter sich hat. Aber auch die Frage, wie das Brautkleid früher aussah oder welche speziellen Zeremonien es bei einer Hochzeit gab, bleiben zum Leidwesen vieler unbeantwortet. Das kann man jetzt aber ändern, denn noch bis Ende Mai kann man einen Blick hinter die Kulissen der Bereiche Hochzeit und Brautkleid werfen.
Die Wiener Stadtspaziergänger geben einem die Möglichkeit, frühere Bräuche ebenso kennen zu lernen, wie typische Brautkleider, Geschichten, Pannen, sowie Bauern- und Bürgerhochzeiten. Dabei kann man Interessantes herausfinden, zum Beispiel, dass das Brautkleid früher keinesfalls weiß war. Nur der weiße Brautschleier war auf der Hochzeit Gang und Gäbe, immerhin stand er symbolisch für die Jungfräulichkeit der Braut. Bei einer Bauernhochzeit war es üblich, kein spezielles Brautkleid zu tragen, sondern sich in die Sonntagsgarderobe zu werfen. Dies bedeutete, dass die Brautkleider schwarz waren. Erst viele Jahre später entschied man sich dazu, auch im weißen Brautkleid zu heiraten.
Vielleicht entdeckt der ein oder andere einen interessanten Brauch, den er auf seiner eigenen Hochzeit praktizieren möchte. Denn nur dann, wenn man einen Einblick in die Geschichte der Brautkleider und der Hochzeitsbräuche hat, kann man selbst entscheiden, wie man seine eigene Hochzeit feiern möchte. Außerdem verlieren viele so die Scheu davor, im Brautkleid mit einer außergewöhnlichen Farbe zu heiraten. Heutzutage muss das Brautkleid nämlich keinesfalls in einem schlichten Weiß gehalten sein.